Pantherchamäleon-Babies nach gut drei Monaten

Ende Mai  2017

Inzwischen sind die Babys gute drei Monate alt und entwickeln sich weiterhin prächtig.Das Aufteilen der Babies auf ein großes und ein kleines Terrarium hat auch das Füttern vereinfacht. Die „Großen“ bekommen inzwischen mittlere Heimchen und Stummelflügelfliegen, während die „Kleinen“ weiterhin Drosophilas und kleine Heimchen bekommen.Auch die Schlafsituation könnte inzwischen viel entspannter sein, anscheinend ist dies aber nicht gewollt. Es wird sich weiterhin auf einen Ast gequetscht 🙂Beim Saubermachen des Terrariums kommen alle samt Ast in eine große Box. Das sorgt natürlich immer für große Aufregung. Dann kann man auch schon mal die ersten Farben sehen. Auch die „Großen“ fühlen sich sichtlich wohl in ihrer neuen großen Welt.

15. Juni 2017

Inzwischen habe ich die meisten der Babies an ein Zoogeschäft abgegeben. Dort warten sie jetzt in einem geräumigen Terrarium auf ein neues Zuhause.Es ist zwar von Anfang an klar, dass man nicht alle Babies behalten kann, aber es fällt doch sehr schwer, sie abzugeben. Der Verstand sagt einem, dass es genau so richtig ist und das Herz schreit:“Aber meine Babies!!!“ Ich wünsche mir, dass alle ein gutes Zuhause finden werden und ein langes, schönes und so artgerecht wie nur mögliches Leben führen werden.

Behalten habe ich nur drei Babies, die mir bisher noch zu klein zum Abgeben waren und zwei Weibchen, Anny und Emily, die ich auf Dauer behalten werde.

Die hübsche Dame unten ist Anny 🙂

Jetzt noch ein paar Bilder des wunderschönen Papas (ich weiß, ich kann es einfach nicht lassen, aber er begeistert mich immer wieder) 🙂

Wer weiß, vielleicht gibt es ja in ca. 1 1/2 Jahren wieder neue Babies 🙂

Alle Babies sind geschlüpft

28. März 2017

Innerhalb von nur 12 Tagen sind 28 Babys geschlüpft 🙂 

Das schönste Blatt ist als Schlafplatz sehr begehrt, da wird sich auch mal gestapelt.

Beim Saubermachen des Terrariums wird die ganze Bande samt Pflanze in eine Box ausquartiert.

Nach dem Saubermachen haben wir das Baby-Terrarium etwas umdekoriert und eine zweite Pflanze hinzugestellt. Sie ist von den Babies sofort erkundet worden. Jetzt ist der begehrte Platz auf den Pflanze nicht mehr so beengt.

Nach dem Sprühen gehen alle schnell trinken.

Wie man sieht, geht es allen Babies bestens und sie fressen mir jetzt schon „die Haare vom Kopf“. 

Damit ist das Kapitel „Nachwuchs“ erst einmal abgeschlossen. Insgesamt sind nur aus zwei Eiern keine Babies geschlüpft. Ein Ei war bereits am Anfang der Inkubation „schlecht geworden“ und ein Ei lag bis heute unverändert im Inkubator. Beim Durchleuchten mit einer Taschenlampe zeichnete sich kein Schatten eines darin liegenden Babies ab. Ich habe das Ei geöffnet und ein kaum entwickeltes, wahrscheinlich missgebildetes, winziges Embryo gefunden. Es hätte nie eine Chance auf Leben gehabt. 

Hoffentlich entwickeln sich die anderen Babies gut weiter. In ca. drei Monaten wird es dann wieder spannend, wenn man langsam erkennen kann, ob es Männchen oder Weibchen sind.

Zwischenstand nach einer Woche Baby-Boom

23. März 2017

Innerhalb einer Woche sind schon 22 Babys geschlüpft 🙂 

Alle sind gesund und munter und krabbeln herum. Sie trinken, fressen fleißig Drosophilas und machen uns sehr viel Freude. Am Liebsten würden wir den ganzen Tag vor dem Terrarium sitzen und ihnen zuschauen. Hier ein paar der schönsten Bilder (gemacht habe ich bestimmt schon gefühlte 100 Stück 🙂 :

Am frühen Morgen sind alle noch müde und sitzen noch an ihrem Schlafplatz.

Doch dann geht das Gewimmel los:

Sie sind super quirlig und neugierig und mit Fluchtversuchen muss immer gerechnet werden.

Ist schon toll, wenn man auf der Kante eines Blattes entlanglaufen kann 🙂

So, jetzt hoffen wir mal, dass auch die letzten Babys bald schlüpfen. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

 

Das erste Baby ist geschlüpft

16. März 2017

Das erste Baby ist heute nach 164 Tagen Inkubation geschlüpft 🙂 Hier die ersten Baby-Bilder:

   Hier einmal ein Größenvergleich mit einem Finger. 

Im Gegensatz zu Jemen-Chamäleons, kann man bei gerade geschlüpften Pantherchamäleons leider noch nicht erkennen, ob es ein Männchen oder ein Weibchen ist, da die männlichen Pantherchamäleons keinen zusätzlichen Sporn an den Hinterfüßen besitzen. Daher ist die Geschlechtsbestimmung erst im Alter von ca. 3 bis 4 Monaten möglich, wenn sich der Hemipenis der Männchen als kleine Beule unter dem Schwanzansatz abzeichnet.

Wenn dieses Baby ein Männchen sein sollte, wird er später einmal so schön aussehen, wie sein Vater 🙂

Hoffentlich lassen die anderen Babies nicht mehr lange auf sich warten …

Schon bald könnten die Babies schlüpfen

05. März 2017

Die Eier liegen nun seit 152 Tagen im Inkubator und haben sich toll entwickelt. Nach den ersten, sehr ereignislosen Wochen, haben die Eier in den letzten Wochen eine rasante Entwicklung erlebt und sind stark gewachsen.  Es ist ach bisher keines abgestorben, daher hoffe ich auf den Schlupf von 30 gesunden Babies.

Allerdings sind die Eier sehr unterschiedlich stark gewachsen. Die Spanne reicht von ca. 2 cm bis gut 2,5 cm großen Eiern. Ein Ei ist sogar 3 cm groß und ich befürchte, dass es ein „Zwillings-Ei“ (oder auch ein kleiner Dinosaurier?) sein könnte. Leider haben Zwillinge bei Chamäleons so gut wie keine Überlebenschance 🙁

 

Wie man gut sehen kann, ist es in den Dosen deutlich enger geworden.

Bei den von mir genutzten Inkubations-Temperaturen könnten die Babies ab dem 150. Tag schlüpfen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sie sich noch bis ca. zum 200. Tag (oder aber auch darüber hinaus) Zeit lassen. Aber es wird auf jeden Fall langsam spannend 🙂

Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

 

Pantherchamäleons: Clary hat ihre Eier abgelegt!

26. September 2016

Clary hat am Freitag angefangen zu graben; es sind 19 Tage seit der Paarung vergangen. Natürlich hat sie nicht da gegraben, wo ich Sand für sie aufgehäuft hatte bzw. ein Behältnis mit einem Erde-Sand-Gemisch für sie vorbereitet hatte, sondern an der aus meiner Sicht ungeeigneten Stell – weit vorne, wo nur wenig Sand ist.

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Am Freitag Abend hat sie ihr Loch verlassen und auf einem Ast geschlafen.

Am Samstag hat sie den ganzen Tag gegraben (anscheinend ohne wirklich weiter zu kommen) um sich dann am Abend wieder auf ihren Ast zum Schlafen zurückzuziehen.

Am Sonntag hat sie dann wieder den ganzen Tag gegraben und dann endlich gegen Abend – die Lampen waren schon aus – ihre Eier abzulegen. Ich hatte schon angefangen, mir langsam Sorgen zu machen, dass sie Legeprobleme bekommen könnte, da sie sichtlich am Ende ihrer Kräfte war und auch die Augen sehr tief in den Höhlen lagen.

Die Eiablage hat damit am 21. Tag nach der Paarung stattgefunden. In der Literatur habe ich von 30 bis 35 Tagen gelesen. Sie war also wohl recht früh dran. Allerdings hat die Paarung stattgefunden, als sie offenbar schon Eier im Bauch hatte.

Wir haben Clary einfach ganz in Ruhe gelassen. Am Montag Morgen hatte sie dann ihre Höhle komplett zu gegraben und saß schlafend auf ihrem Ast.

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Etwas später war sie im Terrarium unterwegs und hat zugesehen, wie wir das Gelege vorsichtig ausgegraben haben.

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Man sieht, dass sie deutlich schlanker geworden ist.

Das Gelege ist halbkreisförmig in den Sand geschichtet.

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Es sind insgesamt 30 Eier, also recht viele  (in der Literatur werden ca. 15-20 Eier für ein erstes Gelege angegeben). Das hat Clary wohl keiner gesagt 🙂

 

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Die Eier sind im Durchschnitt ca. 13-15 mm groß. Wir haben sie in Dosen mit feuchtem Vermikulite gelegt. Bei zunächst 23°C lagern sie nun im Inkubator.

Der Punkt auf den Eiern markiert die Oberseite. Da die Eier in ihrer Lage nicht verändert werden dürfen, erleichtert das die Handhabung während der Inkubation.

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Jetzt heißt es die Temperatur und Feuchte zu kontrollieren und auf eine gute Entwicklung der Eier zu hoffen.

Trauriger Nachtrag:

Drei Tage nach der Eiablage ist Clary völlig entkräftet in meinen Händen gestorben. Auch eine „Aufbauspritze“ beim Tierarzt hat sie nicht retten können. Anscheint hat sie sich beim Graben und der Eiablage völlig verausgabt. Wir sind alle sehr traurig.

Unsere ganze Hoffnung liegt nun in der guten Entwicklung des Geleges und dem Schlupf von vielen gesunden Jungtieren. Damit wäre Clarys Tod nicht völlig sinnlos gewesen.

 

Wird fortgesetzt …..