Die wilden Jungs haben eine Pechsträhne

Hallo zusammen,

wie ihr im letzten Betrag lesen konntet, geht es uns rundum gut im Katzen-Paradies. Es gibt immer genug Futter und Streicheleinheiten, das Personal ist super und das Unterhaltungsprogramm lässt nichts zu wünschen übrig. Alles hätte so schön sein können, aber dann hatten wir eine richtige Pechsträhne:

Hier in der Gegend gibt es viele große Gärten und es leben noch etliche andere Katzen hier und die sind nicht immer alle nett zu uns. Erst ist Harry in die Hinterpfote gebissen worden. Die ist ganz dick geworden und hat sehr weh getan. Der Tierarzt hat ihm eine Spritze gegeben und er musste noch Tabletten nehmen. Es hat aber nicht lange gedauert, bis alles wieder gut war.

Mich hat es dann etwas später (Mama sagt, kurz vor Silvester) richtig heftig erwischt. Als Mama morgens zu uns kam, bin ich nur auf drei Beinen gelaufen und hatte richtig starke Schmerzen. Wir sind natürlich sofort zum Tierarzt gefahren. Der hat dann ein stark geschwollenes Knie festgestellt. Er meinte, es könne Vieles sein: im besten Fall hätte ich mich “versprungen” und es sei eine Zerrung, es könnte aber auch ein Bänderriss oder im schlimmsten Fall ein Bruch sein. Um das genauer feststellen zu können, wären Röntgenaufnahmen und dazu eine leichte Narkose nötig.

Ich hatte richtig dolle Angst als ich ohne Mama in der Praxis bleiben musste und dann kann ich mich erst wieder erinnern, als Mama mich abgeholt hat. Mama hat sich sehr gefreut, dass der Tierarzt auf den Röntgenaufnahmen keinen Bruch sehen konnte. Auch konnte er einen Zusammenstoß mit einem Auto, ausschließen – als ob ich das nicht selber wüsste! Es scheint eine sehr starke Zerrung im Knie zu sein, vielleicht durch einen unglücklichen Sprung ausgelöst – so kann man das wohl nennen.
Ich habe starke Schmerzmittel bekommen, aber es hat recht lange gedauert, bis ich wieder auftreten konnte – leicht humpeln tue ich noch immer 🙁

Das Schlimmste habe ich euch aber noch gar nicht erzählt. Harry hat es zwei Wochen später dann noch viiiel schlimmer erwischt als mich:

Harry hatte plötzlich ein dickes, blutendes Auge. Unsere Tierärztin war ausgerechnet an diesem Nachmittag nicht da und Mama und Riva sind sofort mit ihm in den Notdienst zur Tierklinik gefahren. Ich durfte nicht mit, aber Harry hat mir später alles erzählt. 

Er hat erst einmal ein Schmerzmittel und ein Antibiotikum bekommen. Es stellte sich heraus, dass er eine schwere Hornhautverletzung hatte und das Innere des Auges heraus quoll! Es konnte dort nicht festgestellt werden, ob er eine Kralle ins Auge bekommen hatte oder ob vielleicht etwas in seinem Auge steckt. Der Tierarzt hat doch tatsächlich gesagt, er könnte Harry nur das Auge rausnehmen. Wenn Mama ihn aber in eine andere Tierklinik nach Duisburg Kaiserberg bringen würde, könnte sein Auge vielleicht genäht und so gerettet werden. Das hat Mama natürlich sofort gemacht. Dort wurde dann festgestellt, dass sofort gehandelt werden müsse und der Augenspezialist der Klinik wurde auch sofort angerufen.  Der hat Harry dann sofort operiert. Als Mama und Riva ohne Harry nach Hause kamen, habe ich mir ganz doll Sorgen um ihn gemacht.

Am nächsten Tag durften Mama und Riva Harry dann abholen. Sie haben sich riesig gefreut, als sie gesehen haben, dass Harry sein Auge noch hatte. Es war zwar mit seiner Nickhaut zugenäht worden, aber es war noch da!

Harry musste dann noch zwei mal operiert werden, immer nach einer Woche. Einmal ist die Nickhaut neu über das Auge genäht worden und beim zweiten Mal ist das Auge aufgemacht worden. Nach den Operationen ging es ihm nicht so toll und Mama und alle anderen haben sich immer ganz lieb um ihn gekümmert – ich natürlich auch.

Die ganze Zeit über musste Harry einen Kragen tragen und 3 bis 4 mal am Tag zwei verschiedene Medikamente ins Auge bekommen. Das hat ihm gar nicht gefallen.

Trotzdem hat er sich nicht davon abhalten lassen, mich trotz Kragen zu putzen.

Harry durfte natürlich die ganze Zeit nicht raus. Als dann der erste Schnee fiel, hat Riva ihm etwas davon ins Haus geholt, das fand er super spannend 🙂

Inzwischen geht es Harry wieder sehr gut und er kann wieder prima sehen 🙂

Jetzt ist es April geworden und wir gehen schon lange wieder raus. Im Garten ist es bei schönem Wetter echt toll und wir genießen die Sonne.

Wir starten den Tag mit Katzen-Yoga am Teich ….

gefolgt von Vögel beobachten 

und Molche jagen.

Auch die Bienen am Insektenhotel beobachte ich sehr gerne, da ist immer etwas los.

Dann folgt Körperpflege und ein gemütliches Schläfchen.

So, jetzt seid ihr wieder auf dem neuesten Stand. Der Sommer kann kommen und wir versprechen euch zu berichten, wenn sich wieder etwas Spannendes in unserem Leben ereignet.

Bis dahin nehmt euch ein Beispiel an Harry und lasst es ruhig gehen 🙂

Viele liebe Grüße senden die wilden Jungs Harry und Lucifer 

 

Die wilden Jungs erobern die Welt

Hallo zusammen, hier ist wieder euer Lucifer!

Ich weiß, ich wollte mich schon lange mal wieder gemeldet haben, aber es war einfach zu viel los. Ihr glaubt gar nicht, was Harry und ich in der Zwischenzeit alles erlebt haben. Ich bringe euch mal auf den neuesten Stand:

Nachdem wir alle Mitbewohner kennengelernt hatten, ging das Leben so seinen Lauf: Wir haben das ganze Haus auf den Kopf gestellt, Blödsinn gemacht (Pflanzen angefressen, Sachen umgeschmissen – davon werde ich euch gleich noch Genaueres erzählen), unsere Menschen erzogen und vor allen Dingen gespielt, getobt und geschlafen. Mama hat gaaanz viele Fotos und Videos von uns gemacht, damit ich euch das zeigen kann:

(Um das Video groß zu sehen, kannst du auf das Viereck rechts unten klicken!)

Harry hilft Mama beim Aufräumen und bei der Wäsche

und ich helfe Riva beim Lernen.

Aber eigentlich war alles, was wir angestellt haben, recht harmlos – naja, bis auf diese eine Sache: Mama hatte alle Blumentöpfe weggeräumt, weil wir die so oft umgeschmissen haben. Einen hatte sie ganz hoch auf ein Regal gestellt, weil sie dachte, dort kommen wir nicht hoch. Was soll ich sagen, als wir nachts Langeweile hatten, haben wir es natürlich doch geschafft und den Topf runter geschmissen – auf das Schlangen-Terrarium. Er hat glatt die Scheibe durchschlagen und eine Schlange ist zu uns raus ins Wohnzimmer gekommen. Als Mama das morgens gesehen hat, ist sie ganz blass geworden. Es ist aber nichts passiert – Pedro (so heißt die Schlange) hat uns nichts getan und wir ihm auch nicht. An den Scherben geschnitten hat sich auch keiner von uns, da haben wir alle ganz viel Glück gehabt.

Übrigens, so sehen wir aus, wenn wir etwas angestellt haben:

Harry hat inzwischen eine Ausbildung zum “Karton-Schredderer” gemacht. Er ist richtig gut darin und kann sich stundenlang damit beschäftigen – Mama ist danach dann stundenlang mit Saubermachen beschäftigt, so haben wir alle was davon 🙂

November 2018

Eigentlich war unser Leben wunderbar, bis ich auf die Idee gekommen bin, Harry zu besteigen. Ich fand das ganz normal und habe mir nichts dabei gedacht, aber Mama hat gesagt, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen sei, uns zu “kastrieren”. Ich wusste sofort, dass das Wort nichts Gutes bedeuten konnte.

Und damit habe ich voll Recht behalten! Erst hat Mama uns hungern lassen und dann sind wir wieder zu dieser doofen Tierärztin gefahren – und ab da weiß ich nichts mehr. Wir sind erst wieder aufgewacht, als wir zu Hause waren.

Uns tat der Po weh und uns war kotzübel. Wir konnten nicht richtig laufen und sind immer umgefallen. Dann haben wir gaaanz viel geschlafen und am nächsten Tag ging es uns wieder gut. Mama hat allen erzählt, dass der kleine, zarte Harry deutlich größere Hoden hatte als ich, der große, stämmige Lucifer. 
Und was lernen wir daraus: Es kommt nicht auf die Größe an 🙂

Mama hat uns versprochen, dass wir bald raus dürfen, was immer das bedeuten soll.

Zwei Wochen später hat Mama uns gezeigt, was “raus” bedeutet 🙂 Da ist doch tatsächlich noch eine ganze Welt hinter der Tür!

Zuerst haben wir uns nicht so richtig getraut …

aber dann fanden wir es ganz toll! Wir durften in den Garten und alles erkunden.

Es ist auch zu einer Begegnung mit Sheila gekommen, die uns überhaupt nicht mag. Mama sagt, sie hat Angst vor uns, was wir gar nicht verstehen können. Die Begegnung ist aber viel besser gelaufen als erwartet. Sie hat zwar gefaucht und einen dicken Puschel gemacht, ist aber nicht sofort weggelaufen und hat kurz drauf sogar etwas gefressen.

Ab da durften wir dann immer raus, wenn wir wollten. Im Keller ist eine “Katzenklappe”. Mama hatte schon lange mit uns im Wohnzimmer mit einer Platte, in die die “Katzenklappe” eingebaut war, geübt dort durch zu gehen. Das war am Anfang gar nicht so einfach und immer, wenn wir es geschafft hatten, haben wir ein Leckerchen bekommen. Wir dachten, das dass nur ein Spiel sei, aber jetzt können wir durch die Katzenklappe raus und rein wie wir wollen – und nur wir, sonst keine anderen Katzen. Mama sagt, die Klappe reagiert auf unseren “Chip”. Die Mama sagt oft komische Sachen, aber daran haben wir uns inzwischen gewöhnt. Hauptsache es funktioniert!

Was die wilden Jungs in der großen weiten Welt erlebt haben, erzählt Lucifer im nächsten Beitrag.

Langsam heißt es Abschied nehmen – Die ersten Pantherchamäleon-Babies ziehen bald aus!

Die kleinen Pantherchamäleons sind jetzt zwischen 10 und 12 Wochen alt und haben sich weiter super entwickelt. Langsam wird es eng im Terrarium. Die Babies sind ziemlich unterschiedlich stark gewachsen, was zu vermehrter Unruhe in der Gruppe führt – die kleineren flüchten vor den größeren.

Auch beim Füttern wird es langsam komplizierter, die größeren bekommen inzwischen kleine Heimchen, während die Kleinen noch Drosophilas und Mikro-Heimchen bekommen. Es ist recht mühsam geworden, dafür zu sorgen, dass keines der Babies “zu kurz kommt”. Daher werden nächste Woche die größten 4 oder 5 ausziehen. Bei diesen bin ich mir auch inzwischen recht sicher, dass es Männchen sind 🙂

Da ich gefragt worden bin, wie groß und schwer die Babies jetzt sind, habe ich ein “Mess-Foto” von einem Baby mittlerer Größe gemach: 

Dieses Baby ist ca. 5 cm (ohne Schwanz) bzw. ca. 9 cm mit Schwanz

Wie schwer sie sind, weiß ich nicht, dafür bräuchte ich dann wohl eine Briefwaage 🙂

Mein besonderes Sorgenkind “Knickschwänzchen” entwickelt sich auch sehr gut und liegt größenmäßig im Mittelfeld. Ich hoffe sehr, dass auch Knickschwänzchen ein Männchen ist (ich vermute es, bin mir aber noch nicht hundertprozentig sicher), da sich tatsächlich liebe Menschen gefunden haben, die ihm dann ein Zuhause geben würden Bitte drückt dem Kleinen alle ganz fest die Daumen!!!

Hier noch ein paar schöne Bilder der quirligen Bande:

 

 

Das “Große Häuten” der Pantherchamäleon-Babies

Inzwischen sind die kleinen Pantherchamäleons gut zwei Monate alt und haben sich prächtig entwickelt. Alle sind wohlauf, auch wenn sie sehr unterschiedlich stark gewachsen sind.

 

Das sie wunderbar gewachsen sind, zeigen sie dadurch, dass sie sich alle zum ersten Mal häuten. Ich habe mal ein paar schöne Bilder der kleinen “Chinakracher” zusammengestellt.

Und die Mama macht aus Sympathie gleich mit 🙂

Wird fortgesetzt

Die Pantherchamäleon-Babies wachsen und gedeihen

18. Januar 2019

Die kleinen Pantherchamäleons machen genau das, was sie machen sollen: fressen, trinken und wachsen 🙂

Um das Video groß anzusehen, bitte unten ganz rechts auf das Zeichen klicken!

Erfreulicherweise geht es allen sehr gut und sie entwickeln sich prächtig. Sie sind jetzt zwischen 4 und 6 Wochen alt und in ca. einem Monat könnte man bei den Älteren erste ernsthafte Vermutungen anstellen, welchem Geschlecht sie angehören. Das mache ich natürlich jetzt schon, aber die Chancen richtig zu tippen, liegen bei 50/50 – Spaß macht es aber trotzdem.

Der kleine “Knickschwanz” gehört mit zu den Größten und kann trotz seines abgewinkelten Schwanzes prima jagen, laufen und klettern 🙂

Bei ihm hoffe ich sehr, dass er ein Männchen ist, dann hätte er eine deutlich bessere Chance, nette Menschen zu finden, die ihn trotz seines Schwanzes gerne nehmen möchten. Ich finde, er hat keinen Markel sonder eine Besonderheit, die ihn einzigartig macht 🙂

Ich werde euch über seine weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Weihnachtlicher Baby-Boom bei den Pantherchamäleons

26. Dezember 2018

Der kleine Rocky ist kein Einzelkämpfer geblieben. Innerhalb der letzten zwei Wochen hat er insgesamt 15 Geschwisterchen bekommen 🙂

Mit einem solchen Baby-Boom hatte ich, aufgrund der in den vorausgegangenen Beiträgen berichteten ungünstigen Inkubations-Bedingungen, nicht wirklich gerechnet, umso mehr freue ich mich darüber – wie schon gesagt – das Leben findet immer einen Weg 🙂

Alle sind fit, fressen und trinken gut und es macht einfach nur Freude, der süßen Bande dabei zuzusehen.

Eines der Süßen hat leider einen kleinen “Schönheitsfehler”. Sein Schwanz ist am Ansatz seitlich abgewinkelt. Es kommt bestens damit zurecht, kann laufen, klettern und greifen, genau wie seine Geschwister. Ich hoffe sehr, dass dieses ansonsten gesunde und hübsche Wesen trotz seines rein optischen Defizits jemand finden wird, der ihm (oder ihr) ein schönes Zuhause gibt.

So Babies, dann fresst mal gut, damit ihr alle groß und stark werdet und ich in ein paar Wochen sehen kann, ob ihr Männchen oder Weibchen seid 🙂

Wird fortgesetzt!

Das Leben findet immer einen Weg – ein kleines Wunder :)

08. Dezember 2018

Letzte Woche Samstag habe ich wie jede Woche nach den Eiern gesehen. Leider ist der errechnete Schlupftermin (nach ca. 150 Tagen) vorübergegangen, ohne dass ein Baby geschlüpft ist. Ein Ei war zwischenzeitlich zusammengefallen und eingetrocknet, ohne dass das Baby geschlüpft war. Ich habe das Ei geöffnet und ein noch nicht ganz ausgereiftes totes Baby mit einem großen Dottersack gefunden. Das Baby hätte bestimmt noch zwei bis drei Wochen bis zur Schlupfreife gebraucht 🙁

Leider kommt es immer mal wieder vor, dass Eier “kaputt gehen” und doch keine Babys schlüpfen. Woran das liegt, kann niemand so genau sagen.

Am Samstag (drei Wochen nach dem letzten zusammengefallenen Ei), war wieder ein zusammengefallenes, ausgetrocknetes Ei in der Dose. Wieder habe ich das Ei aufgemacht und ein voll entwickeltes, totes Baby gefunden. Der Dottersack war komplett aufgebraucht.

Als ich das Baby auseinander gerollt habe, um es mir genauer anzusehen, rollte sich der Schwanz des Babies gaaaanz langsam wieder ein. Ob doch noch etwas Leben in dem kleinen Wesen sein könnte? Ich habe es (jetzt ohne Eihülle) wieder in den Inkubator zu den anderen Eiern gelegt.

Am Sonntag lag es noch genauso da, wie ich es hineingelegt hatte. Der Schwanz bewegte sich nicht mehr und es fühlte sich fest und starr an. Das bisschen Leben, das vielleicht noch in ihm gewesen war, hatte den Kampf verloren 🙁  Traurig habe ich das Kleine in ein Küchentuch gepackt. Bei uns werden normalerweise alle Tiere die sterben, aus Respekt vor dem Lebewesen das gehen musst, im Garten begraben, egal wie groß sie sind. Da es aber am Sonntag wie aus Eimern geschüttet hat, habe ich das tote Baby (wie ich zu meiner Schande gestehen muss) in das Tuch gehüllt, in den Küchen-Mülleimer geworfen.

Das dies zu einem kleinen Wunder führen würde, hätte ich nie gedacht!

Am Mittwoch (also 3 Tage später) komme ich früh morgens in die Küche und finde das Baby lebend auf dem Mülleimer sitzen. Ich habe es sofort in das seit Wochen bereitstehende Baby-Terrarium gesetzt, damit es schnell Wärme und Feuchtigkeit bekommt.

Zuerst hatte es noch die Augen geschlossen und wir hatten sofort Sorge, dass etwas mit ihm nicht stimmen könnte. Doch ein paar Stunden später lief es mit offenen Augen herum und hat getrunken. Das Leben findet immer einen Weg 🙂

 

Wir haben es “Ich gebe niemals auf – Rocky” genannt. Hoffen wir, dass es ein langes, gesundes und schönes Leben haben wird.

Bei den anderen (mittlerweile nur noch 16 Eiern) tut sich leider noch nichts.

Wird fortgesetzt!

 

 

Wir leben in einer großen WG :)

Schnell haben wir herausgefunden, dass es hier noch eine andere Katze gibt. Unsere Familie nennt sie Sheila. Sie ist wohl schon gaaanz lange hier und ziemlich alt. Wir haben sie bisher nur durch die geschlossene Tür mauzen hören und durften nicht zu ihr. Anscheinend möchte sie uns nicht kennen lernen und läuft immer gleich weg, wenn sie uns hört. Schade, dass sie uns nicht mag 🙁

Das wir nicht die einzigen Tiere unserer Familie sind, haben wir ganz schnell herausgefunden. Im Wohnzimmer stehen überall richtig große Glaskästen herum, in denen ganz seltsame Tiere wohnen. Mama nennt sie Chamäleons und mit denen dürfen wir auch nicht spielen; wollen wir auch gar nicht, die sitzen die meiste Zeit einfach nur rum – laaangweilig!

In einem anderen Glaskasten wohnen noch seltsamere Tiere. Die sind gaaanz lang und haben keine Beine! Die liegen auch den ganzen Tag nur rum, aber als ich einmal ganz nah an ihrer Scheibe vorbei gegangen bin, hat die eine mit weit aufgerissenem Maul vor die Scheibe gehauen. Ich habe mich fürchterlich erschreckt und einen großen Satz gemacht. Mama sagt das sind Schlangen und die können mir nichts tun, aber die beiden mag ich wirklich gar nicht!

Dann ist da noch ein anderer Glaskasten, in dem zwei kleine Drachen wohnen. Mama nennt sie Bartagamen, aber für uns sind es Drachen und die sind echt cool! Durch die Scheibe dürfen wir mit den Zweien spielen. Sie sind genauso neugierig auf uns wie wir auf sie – das ist lustig. Mama hat uns sogar einen Stuhl an den Glaskasten gestellt, damit wir besser spielen können. Schade nur, dass die Zwei nicht zu uns raus dürfen.

Nach einer Woche durften wir dann auch durch die Tür, durch die unsere Familie immer verschwindet. Erst haben wir uns nicht so richtig getraut, aber dann waren wir doch zu neugierig und was soll ich euch sagen – es roch überall soooo interessant!

In der Küche riecht es ganz doll nach Sheilas Trockenfutter (das wir leider nicht fressen dürfen), aber den Boden ablecken, wo ihr Napf stand, das dürfen wir 🙂

Dann gibt es da ganz viele gestapelte Kisten, über die man von einer Etage zur anderen rauf und runter laufen kann. Zuerst waren wir uns nicht sicher, wie man das am besten macht. Ich mache es wie beim normalen laufen (also immer abwechselnd mit allen vier Pfoten), aber Harry macht es ganz anders. Er hüpft immer mit beiden Vorder- bzw. Hinterpfoten gleichzeitig. Mama sagt, sie braucht gar nicht hinzusehen, wer von uns gerade die “Treppe” herunterkommt, sie kann es am Geräusch unterscheiden.

Wir haben nicht schlecht gestaunt, dass es im Keller, wo eine unserer Mamas wohnt, noch ein Tier lebt. Es hat so viele lange Haare, dass wir erst nicht sicher waren, wo eigentlich Vorne und hinten bei ihm ist. Als es gefressen hat und dann vor uns weggelaufen ist, haben wir dann herausgefunden, wo vorne ist. Es hat aber wohl  Angst vor uns und wir dürfen auch mit ihm nicht spielen. Es ist für ein Meerschweinchen wohl auch schon ziemlich alt und soll sich nicht aufregen. Darum dürfen wir erst gar nicht in das Zimmer, wo es wohnt – was die ganze Sache wiederum zu einem tollen Spiel für uns und unsere Mama macht.

Tja, wie ihr seht, sind wir hier wohl in einer ziemlich großen WG gelandet und es ist immer etwas los. Doch davon werde ich ein anderes mal erzählen. Jetzt müssen wir uns erst einmal von unseren Abenteuern erholen und eine Runde schlafen – und dafür gibt es im ganzen Hause viele kuschlige Plätzchen:

   

Wird fortgesetzt!

Die ersten Tage im neuen Zuhause

Leider hat es dann doch noch viiiel länger gedauert als wir geplant hatten, bis wir unsere Stelle antreten konnten. Wir sind nämlich krank geworden. 

Harry hatte eine ganz unauffällige kleine kahle Stelle an der Pfote, die sich dann als Pilzinfektion herausgestellt hat. Doch als das klar wurde, war es schon zu spät und Harry hat mich und noch einige andere Katzen bei Sigrid angesteckt – und mich hat es richtig schlimm erwischt 🙁 

Sigrid hat gesagt, ich sähe fast aus wie eine Nacktkatze. Daher mussten wir Medizin nehmen und konnten nicht geimpft und gechipt  werden und ohne Impfung/Chip durften wir nicht umziehen.

Unsere neue Familie hat sich immer wieder nach uns erkundigt und Sigrid hat ihnen Fotos von uns uns geschickt.

Irgendwie konnten wir alle es kaum noch erwarten, uns kennen zu lernen!

Mitte August war es dann endlich soweit und unsere neue Familie konnte uns bei unserer Pflegemama abholen. Sigrid hat lange mit Papa Volker und den Mamas Jutta, Riva und Eireen gesprochen und ihnen nochmals alles Wichtige über uns erzählt und ihnen unsere Papiere gegeben. Dann sind wir mit dem Auto in unser neues Zuhause gefahren.

Bei Sigrid haben wir zusammen in einem kleinen Zimmer gewohnt. Das neue Zimmer war plötzlich so groß, alles roch ganz fremd und es gab so viele komische Geräusche. Haushaltsgeräusche wie die von einer Kaffeemaschine, einem Fernseher usw. kannten wir noch gar nicht und daher hatten wir gaaanz viel Angst und haben uns die ersten Tage unter dem Sofa versteckt. Nur in der Nacht oder wenn keiner im Haus war, haben wir uns herausgewagt, gefressen und das Katzenklo benutzt.

Am Anfang durften wir nur im Wohnzimmer sein, wir sollten uns erst einmal eingewöhnen. Unsere drei Mamas und Papa nennen uns “ihre Jungs”, was wir ganz toll finden 🙂

Direkt am nächsten Tag hat Mama uns bei “Tasso” mit unserer Chip-Nummer angemeldet. Sie hat gesagt, damit gehören wir ganz offiziell zur Familie 🙂 

Alle waren ganz lieb und haben mit uns gesprochen und versucht, uns mit einem Spielzeug unter dem Sofa hervorzulocken, aber wir haben uns nicht getraut. Dann habe ich entdeckt, dass ich von unten auch in das Sofa klettern kann. Dort habe ich tief und fest geschlafen und alle haben mich gesucht und sich Sorgen um mich gemacht. Als alle schon ganz verzweifelt waren, weil sie mich nicht finden konnten, bin ich aus dem Sofa ausgestiegen, um mit Harry unter dem Sofa zu spielen. Eine meiner Mamas hat mich dabei gesehen, weil sie auf dem Bauch vor dem Sofa lag und mit Harry mit einer Angel gespielt hat. So habe ich das beste Versteck überhaupt verraten – gaaanz dummes Timing!

So langsam haben wir uns dann immer öfter herausgewagt. Zuerst haben wir nur im Wohnzimmer gewohnt. Irgendeine unserer neuen Mamas war eigentlich immer bei uns und abends auch der Papa. Wir haben uns ganz schnell an sie gewöhnt. Sie sind aber auch sehr lieb zu uns – wir dürfen spielen, toben und gaaanz viel kuscheln.

Im Wohnzimmer steht ein großer Kasten, der heißt “Fernseher”. Meistens ist er schwarz und ruhig, aber abends wird er hell und laut. In den ersten Tagen hat uns der Kasten echt Angst gemacht wenn er hell und laut wurde. Dann haben wir einen großen Bogen um das gruselige Ding gemacht. Inzwischen macht es uns aber keine Angst mehr und eigentlich ist es ziemlich uninteressant. 

Ich bin schon ziemlich froh, dass Harry hier bei mir ist. Wir spielen ganz oft zusammen, allerdings muss ich Harry immer wieder klar machen, dass ich hier das sagen habe! Das ist aber schnell geklärt und Harry putzt und stupst mich dann ganz ausführlich.

Doch schon nach den ersten paar Tagen wurde Mama etwas über mich klar 🙂

Fortsetzung folgt!

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Anfang stand eine Stellenanzeige

Zunächst möchten wir uns vorstellen:

Mein Name ist Lucifer (nach Lucifer Morningstar aus der Fernsehserie “Lucifer”) und mein Bruder heißt Harry (nach Harry Potter)

Wir sind Mitte bzw. Ende April 2018 geboren. Eigentlich sind wir keine richtigen Brüder. Meine Mama ist ein Steuner, das heißt, dass sie kein schönes Zuhause hat wo sich jemand um sie kümmert und ihr helfen konnte, mich und meine zwei Geschwister auf die Welt zu bringen und zu versorgen. Wir hatten großes Glück, dass Mama´s Not aufmerksamen Menschen aufgefallen ist und sie uns eingefangen haben. Sie haben mich und meine zwei Brüder zu unserer Pflege-Mama, der Sigrid von “die Tierengel” gebracht, die sich ganz lieb um uns gekümmert hat. Dort habe ich auch Harry kennengelernt 🙂

Harry war ganz alleine auf der Straße unterwegs, keiner weiß, wo er herkommt und was mit seiner Mama passiert ist. Harry war am Anfang auf einer anderen Pflegestelle und sehr verängstigt.

Ich habe mich mit Harry sofort gut verstanden (viel besser als mit meinen Geschwistern) und weil Harry nur mit mir spielen wollte, hat unsere Pflegemama Sigrid beschlossen, für uns zwei ein gemeinsames Zuhause zu suchen.

Unsere neue Mama, die Jutta,  hatte eine “Stellenanzeige” für zwei offene Stellen als “Kuschel-Kater” aufgegeben

und Sigrid meinte, dass Harry und ich uns darauf bewerben sollten – und was soll ich sagen, wir haben die Stelle bekommen 🙂

Fortsetzung folgt!