Langsam heißt es Abschied nehmen – Die ersten Pantherchamäleon-Babies ziehen bald aus!

Die kleinen Pantherchamäleons sind jetzt zwischen 10 und 12 Wochen alt und haben sich weiter super entwickelt. Langsam wird es eng im Terrarium. Die Babies sind ziemlich unterschiedlich stark gewachsen, was zu vermehrter Unruhe in der Gruppe führt – die kleineren flüchten vor den größeren.

Auch beim Füttern wird es langsam komplizierter, die größeren bekommen inzwischen kleine Heimchen, während die Kleinen noch Drosophilas und Mikro-Heimchen bekommen. Es ist recht mühsam geworden, dafür zu sorgen, dass keines der Babies “zu kurz kommt”. Daher werden nächste Woche die größten 4 oder 5 ausziehen. Bei diesen bin ich mir auch inzwischen recht sicher, dass es Männchen sind 🙂

Da ich gefragt worden bin, wie groß und schwer die Babies jetzt sind, habe ich ein “Mess-Foto” von einem Baby mittlerer Größe gemach: 

Dieses Baby ist ca. 5 cm (ohne Schwanz) bzw. ca. 9 cm mit Schwanz

Wie schwer sie sind, weiß ich nicht, dafür bräuchte ich dann wohl eine Briefwaage 🙂

Mein besonderes Sorgenkind “Knickschwänzchen” entwickelt sich auch sehr gut und liegt größenmäßig im Mittelfeld. Ich hoffe sehr, dass auch Knickschwänzchen ein Männchen ist (ich vermute es, bin mir aber noch nicht hundertprozentig sicher), da sich tatsächlich liebe Menschen gefunden haben, die ihm dann ein Zuhause geben würden Bitte drückt dem Kleinen alle ganz fest die Daumen!!!

Hier noch ein paar schöne Bilder der quirligen Bande:

 

 

Das “Große Häuten” der Pantherchamäleon-Babies

Inzwischen sind die kleinen Pantherchamäleons gut zwei Monate alt und haben sich prächtig entwickelt. Alle sind wohlauf, auch wenn sie sehr unterschiedlich stark gewachsen sind.

 

Das sie wunderbar gewachsen sind, zeigen sie dadurch, dass sie sich alle zum ersten Mal häuten. Ich habe mal ein paar schöne Bilder der kleinen “Chinakracher” zusammengestellt.

Und die Mama macht aus Sympathie gleich mit 🙂

Wird fortgesetzt

Langsam wird es spannend!

01. November 2018

Seit der Eiablage sind 134 Tage vergangen und in knapp 3 Wochen könnten die Babies schlüpfen. Diese Zeitangabe ist sehr ungenau, da es mir nicht möglich war, über diesen sehr heißen Sommer die jeweils optimale Inkubations-Temperatur zu gewährleisten (angefangen bei 23°C bis am Ende 27°-28°C).

Die Natur hat es so eingerichtet, dass sich in den ersten ca. 4 Monaten in der Entwicklung nicht viel tut und erst dann eine erkennbare Entwicklung der Embryos festzustellen ist. Es bilden sich Blutgefäße und das Embryo ist als dunkler Schatten im Ei sichtbar. Um dies zu sehen, reicht es nicht aus, das Ei einfach gegen Licht zu halten, man muss es richtig durchleuchten. Ich benutze dafür eine kleine Taschenlampe, auf die ich eine Papp-Pyramide (aus einem Eierkarton) klebe um den Strahl zu zentrieren.  

 

Damit kann man die Eier sehr gut durchleuchten.

Hier seht ihr ein befruchtetes Ei (die Blutgefäße färben es rötlich)

und hier ein unbefruchtetes Ei. Es ist viel heller und homogen, ohne erkennbare Blutgefäße.

Von den 41 abgelegten Eiern sind noch 23 übrig, davon 20 befruchtete, aus denen dann hoffentlich auch Babies schlüpfen werden. Die 3 unbefruchteten Eier inkubiere ich noch weiter mit in der Hoffnung, das die Entwicklung evtl. erst verzögert einsetzt, was aber sehr unwahrscheinlich ist.

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich überrascht, dass die Entwicklung doch so “normal” abläuft. Ihr erinnert euch vielleicht, dass die Eier ziemlich “deformiert” waren und ich nicht viel Hoffnung hatte, dass sich tatsächlich Babies darin entwickeln würden – tja, die Natur überrascht einen immer wieder 🙂

Ich hoffe, dies gilt auch für das zweite Gelege, das Emily am 28.08.2018 abgelegt hat. Es waren wieder genau 41 Eier und die sahen sehr schön aus – allerdings hatte keine weitere Paarung stattgefunden und ich weiß nicht, ob und wie viele Eier davon befruchtet sind. Chamäleon-Weibchen können Samen in sich “aufbewahren”  und es für ein späteres Gelege nutzen – allerdings sind die Chancen einer Befruchtung deutlich niedriger.

Bis heute sind noch 32 Eier über, die immer noch sehr gut aussehen. Da seit der Eiablage aber erst 73 Tage vergangen sind, ist es noch zu früh, um eine Embryonal-Entwicklung feststellen zu können.

Von den Eiern die Anny abgelegt bzw. vom Ast geworfen hat, sind nur noch 3 übrig und diese zeigten keinerlei Embryonal-Entwicklung, sind daher wohl nicht befruchtet. Wie es scheint, hat die Paarung bei ihr und Jace widererwartens nicht geklappt 🙁

Wird fortgesetzt ….

 

 

 

 

 

Update zu den Pantherchamäleons nach einem Jahr

03. Juni 2018

Das letzte Jahr ist ereignislos verstrichen. Anni und Emily haben sich prächtig entwickelt und zeigten mit gut einem Jahr durch ungewohnt ruheloses Herumwandern ein erstes Anzeichen, dass sie sich fortpflanzen möchten 🙂

Da sie sich Jace gegenüber nicht abwehrend verhielten, haben wir sie einzeln zu ihm gelassen und was passierte? – Nichts passierte! Jace zeigte nicht das geringste Interesse an den Mädels.

Nach mehreren Fehlversuchen mit Jace, haben wir es aufgegeben und es noch mit zwei anderen Pantherchamäleon-Männchen versucht – ebenfalls erfolglos. 

Keines der Männchen zeigte Interesse an unseren hübschen Mädels. Doch warum nicht? Beide Mädels zeigten nicht das geringste Abwehrverhalten gegenüber den Männchen und waren nach wie vor sehr ruhelos.  Könnte es sein, dass sie trotz dieses Verhaltens Signale an die Männchen ausgesendet haben, die wir Menschen nicht wahrnehmen können?

Also haben wir die Paarungsversuche erst einmal aufgegeben und abgewartet.

Letztes Wochenende hatten wir alle drei bei schönstem Wetter mit im Garten. Jace saß in einer Kletterpflanze an der Terrassen-Überdachung und die Mädels im Außenterrarium, ca. 5 Meter von ihm entfernt. Plötzlich kletterte Jace von seiner Pflanze und stiefelte zielstrebig über die Wiese und meine Liege hinweg auf das Terrarium der Mädels zu.

Dort angekommen wollte er auch unbedingt hinein, was ich ihm ermöglicht habe. Sofort ist er heftig nickend und in seinen schönsten Farben hinter den Mädels hergelaufen und ist auch tatsächlich zum Zuge gekommen.

Später und am nächsten Tag hat er sich dann noch mehrfach im Terrarium mit den Mädels gepaart bis sie ihm deutlich anhand ihrer Färbung und ihres Verhaltens gezeigt haben, dass es nun genug ist und sie schwanger sind.

Während der Paarung hat Jace uns einen sehr seltenen (selbst ich habe in über 10 Jahren Chamäleonhaltung diesen noch nie so zu sehen bekommen) Blick auf seinen Hemipenis gestattet (naja, nicht ganz freiwillig – er fand den Weg in Annys Kloake nicht sofort).

Nachdem Jace erfahren hatte, dass er wohl X-facher Vater werden wird, wollte er nur noch ins Wasser gehen 🙂

Wer bei diesen (wohl auch sehr seltenen Bildern) Bedenken um die Sicherheit Jaces bekommt, dem sei gesagt, dass Jace seine  Erkundungs-Touren durch den Garten absolut freiwillig und unter ständiger Aufsicht macht. Auch bei diesen Fotos stand meine Tochter mit einem Kescher daneben, um notfalls sofort eingreifen zu können, falls er in Gefahr gerät.

So, das war´s für heute. Wenn alles gut geht, werden die Mädels in ca. 30 Tagen ihre Eier ablegen. Dann gibt es das nächste Update.

 

 

 

 

 

Pantherchamäleon-Babies nach gut drei Monaten

Ende Mai  2017

Inzwischen sind die Babys gute drei Monate alt und entwickeln sich weiterhin prächtig.Das Aufteilen der Babies auf ein großes und ein kleines Terrarium hat auch das Füttern vereinfacht. Die “Großen” bekommen inzwischen mittlere Heimchen und Stummelflügelfliegen, während die “Kleinen” weiterhin Drosophilas und kleine Heimchen bekommen.Auch die Schlafsituation könnte inzwischen viel entspannter sein, anscheinend ist dies aber nicht gewollt. Es wird sich weiterhin auf einen Ast gequetscht 🙂Beim Saubermachen des Terrariums kommen alle samt Ast in eine große Box. Das sorgt natürlich immer für große Aufregung. Dann kann man auch schon mal die ersten Farben sehen. Auch die “Großen” fühlen sich sichtlich wohl in ihrer neuen großen Welt.

15. Juni 2017

Inzwischen habe ich die meisten der Babies an ein Zoogeschäft abgegeben. Dort warten sie jetzt in einem geräumigen Terrarium auf ein neues Zuhause.Es ist zwar von Anfang an klar, dass man nicht alle Babies behalten kann, aber es fällt doch sehr schwer, sie abzugeben. Der Verstand sagt einem, dass es genau so richtig ist und das Herz schreit:”Aber meine Babies!!!” Ich wünsche mir, dass alle ein gutes Zuhause finden werden und ein langes, schönes und so artgerecht wie nur mögliches Leben führen werden.

Behalten habe ich nur drei Babies, die mir bisher noch zu klein zum Abgeben waren und zwei Weibchen, Anny und Emily, die ich auf Dauer behalten werde.

Die hübsche Dame unten ist Anny 🙂

Jetzt noch ein paar Bilder des wunderschönen Papas (ich weiß, ich kann es einfach nicht lassen, aber er begeistert mich immer wieder) 🙂

Wer weiß, vielleicht gibt es ja in ca. 1 1/2 Jahren wieder neue Babies 🙂